Schwangerschaftsübelkeit: Woher kommt sie und was kann man dagegen tun?

Der Geruch und der Geschmack von Essen können in der Schwangerschaft Übelkeit auslösen. Quelle: Shutterstock.

Viele Schwangere kennen es: Bei intensiven Gerüchen – oder schon dem Gedanken daran – dreht sich der Magen um. Einige leiden «nur» unter Übelkeit, bei anderen kommt Erbrechen hinzu. Sehr unangenehm – und das zu einem Zeitpunkt, zu welchem man zumeist ungern jedermann in die Schwangerschaft einweihen möchte.

Gut zu wissen: Die (normale) Schwangerschaftsübelkeit schadet dem Kind nicht. Im Gegenteil: Es gibt Studien, die nahelegen, dass sie ein tiefes Fehlgeburtsrisiko anzeigt. Zudem lässt die Übelkeit in der Regel ca. nach der 12. Schwangerschaftswoche nach. Nur wenige Frauen werden länger (einzelne bis zur Geburt) von den Beschwerden geplagt.

Woher kommt die Schwangerschaftsübelkeit? Was ist normal und wann ist ärztlicher Rat angezeigt? Was kann man selbst gegen die lästige Übelkeit tun?

Unter Schwangerschaftsübelkeit versteht man das typische Unwohlsein, das viele Frauen in den ersten Wochen der Schwangerschaft begleitet. Manchen ist ständig flau im Magen, andere haben situationsbezogene Übelkeitsattacken mit Brechreiz, einige erbrechen bei Auslösern sofort oder auch regelmässig. Viele begleitet dabei ein Schwindelgefühl.

Ausgelöst werden Übelkeitsattacken häufig durch Gerüche, z.B. geruchsintensive Nahrungsmittel wie angebratener Speck oder Kaffee, Kosmetika oder Zigarettenrauch. Manchen dreht sich bereits der Magen um, wenn sie nur an diese Gerüche denken. Auch den Konsum fettiger oder stark gewürzter Speisen vertragen viele Frauen in der Frühschwangerschaft nicht gut.

Geläufig ist auch der Begriff «Morgenübelkeit»: Tatsächlich tritt die Übelkeit überdurchschnittlich häufig morgens (nach dem Aufstehen) auf. Bedingt wird dies vermutlich durch einen tiefen Blutzuckerspiegel, da während der Nacht typischerweise eine Nahrungspause stattfindet. Das Unwohlsein kann jedoch auch zu ganz anderen Zeiten die intensivsten Phasen haben. Bei manchen hält die Übelkeit auch den ganzen Tag an.

Schwangerschaftsübelkeit ist weit verbreitet: Schätzungen zufolge leiden etwa 75 Prozent der Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel – zumindest kurzzeitig oder gelegentlich – unter Schwangerschaftsübelkeit. Bei ca. der Hälfte der betroffenen Schwangeren kommt regelmässiges Erbrechen hinzu. Bei rund 20 Prozent hält die Übelkeit im 2. Timester an, relativ selten (bei ca. 10 Prozent) sogar die gesamte Schwangerschaft (vgl. Bühling/Bohnet, 2006). Nur jede vierte Frau kommt demnach ganz ohne das lästige Unwohlsein durch die Schwangerschaft.

Die Schwangerschaftsübelkeit ist so typisch, dass sie mitunter als Schwangerschaftsanzeichen gilt. Ungefähr 10 Prozent der Schwangeren spüren die Übelkeit als ersten Hinweis auf eine Schwangerschaft, noch vor dem Ausbleiben der Periode.

Besonders häufig tritt die Übelkeit zwischen der 4. und 16. Woche auf, wobei sie zwischen der 6. und 12. Woche am intensivsten ist. Danach flacht sie in der Regel ab, oft bereits ab der 10. Woche. Bei 90 Prozent der betroffenen Frauen ist die Übelkeit nach der 16. Schwangerschaftswoche überstanden (vgl. Festin, 2009).

Schwangerschaftsübelkeit ist für die betroffenen Frauen häufig sehr anstrengend. Dem Kind schadet das Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen aber normalerweise nicht, solange (bei Erbrechen) auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet wird.

Eine von 200 Frauen entwickelt eine schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit: Hyperemesis gravidum (vgl. Festin, 2009). In diesen Fällen ist eine ärztliche Betreuung unerlässlich. Einige der Frauen müssen stationär im Spital aufgenommen, da sie den Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen können – und Dehydration ist gefährlich, für Mutter und Kind. In Deutschlang werden jährlich ca. 15’000 bis 20’000 Schwangere aufgrund von Übelkeit und Erbrechen stationär aufgenommen.

Warum leiden viele schwangere Frauen unter Übelkeit und Erbrechen?

  • Vermutlich tragen verschiedene Faktoren zur Entstehung der Übelkeit bei.
  • Ein hoher hCG-Spiegel (Schwangerschaftshormon) geht häufig mit Übelkeit einher.
  • Die höchste hCG-Konzentration besteht gegen Ende des ersten Trimesters.
  • Weitere Ursachen können der Anstieg von Progesteron und Östrogen sein, eine gesteigerte Geruchsempfindlichkeit, ein Vitamin B6-Mangel oder psychische Faktoren.

Wie genau es zur Schwangerschaftsübelkeit kommt bzw. was die Gründe für dieses Unwohlsein sind, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es ein multifaktorielles Geschehen ist, also verschiedene Faktoren gemeinsam zur Übelkeit führen.

Ein verbreiteter Ansatz bezieht sich auf den Einfluss des Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin) bzw. den Einfluss der Konzentration, in welcher hCG vorliegt. Dieses Schwangerschaftshormon ist für eine Schwangerschaft notwendig, da es für die Erhaltung dieser verantwortlich ist, indem es unter anderem die Progesteron-Produktion stimuliert. Ausserdem unterstützt es die Vorbereitung der Gebärmutter auf die Einnistung (Nidation), insbesondere durch die Auflockerung der Gebärmutterschleimhaut. Die Produktion des Hormons ist essentiell, ohne das Hormon kann keine gesunde Schwangerschaft entstehen bzw. bestehen. Gebildet wird hCG in den Trophoblasten – das sind bestimmte Zellen des befruchteten Eis. Aus diesem Zelltyp entstehen später die Plazenta und die Nabelschnur.

Für einen Zusammenhang mit der Schwangerschaftsübelkeit spricht zum einen das Timing: hCG wird nämlich vor allem zu Beginn der Schwangerschaft produziert (im ersten Drittel) und geht daher einher mit der Übelkeit. Der hCG-Wert ist zwischen der 10. und 12. Schwangerschaftswoche am höchsten und sinkt dann wieder, weil die Plazenta ab der 12. Bis 14. Woche soweit ausgereift ist, dass sie die Versorgung des Kindes übernehmen kann. Zum anderen haben Frauen mit (ausgeprägter) Übelkeit gemäss verschiedener Studien einen höheren hCG-Wert als Schwangere, die nicht unter Übelkeit leiden (vgl. Bühling/Bohnet, 2006).

Es wird vermutet, dass es wegen der Ähnlichkeit des hCG und dem TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) zu Kreuzreaktionen mit dem TSH-Rezeptor in der Schilddrüse kommt (vgl. Bühling/Bohnet, 2006). Das hCG in der Schwangerschaft aktiviert die Schilddrüse; dadurch kann es zu einem Anstieg des fT4-Spiegel und einem Abfall des TSH-Spiegels kommen (vgl. Bergen, 2013).

Neben der Schilddrüse wird durch das hCG auch der gesamte Stoffwechsel angeregt. Beide Anpassungen sind im Grunde sinnvoll und erwünscht: Durch den gesteigerten Stoffwechsel passt sich der Organismus der Mehrbelastung durch die Schwangerschaft an, die einen höheren Grundumsatz fordert. Die Aktivierung der mütterlichen Schilddrüse dient der Mehrproduktion von Schilddrüsenhormonen, die der Embryo während der Organogenese (Bildung der Organe) benötigt. Bei Frauen mit starken Übelkeitsbeschwerden wurden allerding in Studien gehäuft sehr niedrige TSH-Werte gemessen und geänderte Schilddrüsenfunktionen festgestellt. Bei ca. einem Drittel der untersuchten Fälle waren die Veränderungen mit Störungen gleichzusetzen. (vgl. Bühling/Bohnet, 2006)

Eine weitere Ursache für Schwangerschaftsübelkeit kann der Anstieg der Hormone Progesteron und Östrogen sein. Dies beeinflusst die Magenmuskulatur: Zum einen ist die Anspannung der Muskulatur am Mageneingang vermindert, wodurch es (vermehrt) zu Reflux und Sodbrennen kommen kann. Ausserdem kann es zu Rhythmusstörungen der Magenmuskulatur kommen und die Magenentleerung ist verlangsamt. All dies kann Übelkeit und Brechreiz bedingen.

Zudem sind Schwangere geruchsempfindlicher, da die Geruchs- und Geschmacksnerven geschärft sind. Gerüche werden also stärker wahrgenommen und die Reaktionen sind empfindlicher. Dies kann ebenfalls Übelkeit fördern.

Häufiger als andere Personen leiden Schwangere zudem an einem Zink- und Vitamin B6-Mangel. Dies sind wiederum Faktoren, die Übelkeit hervorrufen können. Vitamin B6 hat einen regulierenden Effekt auf eine übermässige Hormonbildung und schwächt deren übelkeitsauslösende Wirkung ab. Zink wird u.a. für den Glukosestoffwechsel benötigt. Eine Studie von Wibowo et al. (2012) konnte zeigen, dass schwangere Frauen, die an Übelkeit und Erbrechen leiden, signifikant tiefere Vitamin-B6-Plasmakonzentrationen aufweisen als Schwangere ohne diese Symptome.

Psychische Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn die Psyche aus der Bahn gerät, kann das auf den Magen schlagen. Während der Schwangerschaft machen sich viele Frauen vermehrt Sorgen oder geraten unter Stress. Probleme in der Partnerschaft (z.B. negative Reaktion des Partners auf die Schwangerschaft) oder eine unerwünschte Schwangerschaft können der Schwangeren so zusetzen, dass sie vermehrt unter Übelkeit leidet. (vgl. Bühling/Bohnet, 2006)

Da Schwangerschaftsübelkeit so häufig vorkommt, liegt die Frage nahe, was die Natur damit bezwecken wollte. Ist die Übelkeit also gewollt und erfüllt einen natürlichen Zweck? Immer wieder liest man, die Übelkeit halte Frauen davon ab, für das ungeborene Kind schädliche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Somit wäre sie eine Art Schutz-Einrichtung. Und ja: Die Übelkeit führt tatsächlich dazu, dass Frauen bestimmte Lebensmittel meiden (weil sie den Brechreiz fördern) und sich allgemein gesünder ernähren. Eventuell ist der Zweck der Schwangerschaftsübelkeit also wirklich, eine optimale Versorgung des Kindes sicherzustellen.

Welche Faktoren bedingen die Schwangerschaftsübelkeit?

  • Mehrlinge, Trisonomie 21 und Blasenmolen verstärken die Schwangerschaftsübelkeit.
  • Junge Schwangere sind eher betroffen als ältere.
  • Mit der Anzahl vorheriger Schwangerschaften (inkl. Fehlgeburten) wächst das Risiko für Übelkeit und Erbrechen.

Bei Mehrlingsschwangerschaften, Trisonomie 21 und Blasenmolen tritt Schwangerschaftsübelkeit häufiger und ausgeprägter auf, als bei üblichen Einlingsschwangerschaften. Forscher vermuten, dass dies an der erhöhten hCG-Konzentration liegt, die in diesen Fällen üblicherweise auftritt (vgl. Bühling/Bohnet, 2006).

Eine gross angelegte Studie des Forscherteams um Louik (2006), für welche über 20 Jahre von über 20’000 Schwangeren Informationen gesammelt wurden, zeigt, dass ältere Schwangere weniger von Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind. Die Gefahr, an Schwangerschaftsübelkeit zu leiden, sinkt demnach mit dem Alter.

Allerdings beschreiben die Forscher gleichzeitig folgenden Zusammenhang: Mit der Anzahl vorheriger Schwangerschaften (auch Fehlgeburten) steigt das Risiko für Schwangerschaftsübelkeit. Frauen leiden also beim zweiten, dritten, vierten Kind (oder nach Fehlgeburten) durchschnittlich eher bzw. stärker an Schwangerschaftsübelkeit als beim ersten. Zudem bestätigten sie ebenfalls, dass Mehrlingsmütter eher oder stärker an Schwangerschaftsübelkeit leiden, als Mütter, die mit einem Kind schwanger sind. Dies spricht gemäss der Forscher für einen gewissen «Dosis»-Effekt: Je mehr Föten sich in der Gebärmutter einer Frau befanden/befinden, desto eher leidet sie an Schwangerschaftsübelkeit. (vgl. Louik et al., 2006)

In manchen Studien scheint sich der Mythos, dass es eher zu Übelkeit kommt, wenn der Embryo weiblich ist, zu bestätigen. Tatsächlich waren mehr Frauen von (starker) Übelkeit betroffen, die Mädchen erwarteten. In anderen Studien zeigte sich jedoch kein Unterschied. Unter sehr schwerer Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) scheinen jedoch tatsächlich mehr Schwangere mit weiblichen Embryonen zu leiden (vgl. Bühling/Bohnet, 2006).

Positives Anzeichen: Bedeutet Schwangerschaftsübelkeit ein geringeres Fehlgeburtsrisiko?

Morgenübelkeit ist in der Schwangerschaft typisch. Quelle: Shutterstock.
  • Es gibt Hinweise, dass Frauen, die unter Schwangerschaftsübelkeit leiden, seltener Fehlgeburten haben.
  • Gründe könnten ein höherer hCG-Spiegel oder gesündere Ernährung sein.

Verschiedene Studien, wie z.B. die Studie von Hinkle und seinen Kollegen (2019), zeigen einen Zusammenhang von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft mit einem gesenkten Fehlgeburtsrisiko. Frauen, die zu Beginn der Schwangerschaft unter Übelkeit und Erbrechen litten, hatten häufiger einen positiven Schwangerschaftsausgang als Frauen, die nicht von Übelkeit geplagt wurden. Woher dieser Zusammenhang kommt, ist genauso wenig abschliessend geklärt wie das generelle Entstehen der Schwangerschaftsübelkeit.

Gemäss den Forschern um Hinkle (2019) legt dieser Zusammenhang nahe, dass die Schwangerschaftsübelkeit in der Frühschwangerschaft eine schützende Wirkung in irgendeiner Form haben muss. Untersucht wurden 797 schwangere Frauen. 188 der Schwangerschaften endeten in Fehlgeburten. Wenn die Frauen zu Beginn der Schwangerschaft unter Übelkeit litten, lag das Risiko für eine Fehlgeburt um 50 Prozent tiefer – bei Übelkeit mit Erbrechen war das Risiko sogar um 75 Prozent geringer.

Dies sind erhebliche Unterschiede. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass in dieser Studie lediglich Frauen berücksichtigt wurden, die bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt hatten. Das Sample war also nicht repräsentativ für die Gesamtheit aller Schwangeren. Ob die Zahlen denn für alle Frauen so gelten, ist deshalb unsicher. Es ist jedoch davon auszugehen, dass eine Differenz besteht – auch wenn diese möglicherweise nicht ganz so ausgeprägt ausfällt. Nicht mitberücksichtigt wurden zudem ganz frühe Fehlgeburten, die bereits vor Zeitpunkt der Studienaufnahme geschahen.

Eine mögliche Erklärung des Zusammenhangs wäre der höhere hCG-Spiegel bei Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit. Wie oben beschrieben dient dieses Hormon der Schwangerschaftserhaltung. Möglicherweise ist es für das Bestehen der Schwangerschaft positiv, wenn hCG in grösseren Mengen gebildet wird bzw. vorliegt.

Eventuell ist der positive Zusammenhang auch mit den geänderten Essgewohnheiten zu erklären: Die Schwangerschaftsübelkeit zwingt die betroffenen Frauen, sich gesund zu ernähren. Dies wiederum stellt eine optimale Versorgung des Ungeborenen sicher und könnte der Grund sein, warum diese Frauen seltener Fehlgeburten haben.

Wer nicht unter Übelkeit leidet, sollte sich jedoch keine Sorgen machen. Die ausbleibende Übelkeit bedeutet nichts schlechtes. Glücklicherweise ist nicht jeder von Übelkeit und Erbrechen betroffen. Besser freut man sich und ernährt sich freiwillig gesund (ohne Schwangerschaftsübelkeit, die einen dazu zwingt).

Die schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit: Hyperemesis gravidarum

  • Eine von 200 Schwangeren leidet unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit.
  • Eine stationäre Behandlung ist oft unumgänglich.
  • Das Risiko für Fehl- und Frühgeburten ist erhöht.

Schwangerschaftsübelkeit ist generell nicht besorgniserregend. Jedoch gibt es auch schwere Verläufe, die für Mutter und Kind gefährlich werden können. Man nennt diese schwere Form Hyperemesis gravidarum. Wenn eines oder mehrere der folgenden Merkmale auftreten, ist ein Arztbesuch unumgänglich:

  1. Häufiges Erbrechen über mehrere Tage (>5 mal am Tag)
  2. Hoher Flüssigkeitsverlust, der nicht ausgeglichen werden kann
  3. Blutiges oder Kaffeesatz-ähnliches Erbrochenes
  4. Gewichtsverlust.

Glücklicherweise kommt Hyperemesis gravidarum nur selten vor: Ca. eine von 200 schwangeren Frauen ist betroffen (vgl. Festin, 2009; Fejzo et al., 2018).

Wie die «normale» Schwangerschaftsübelkeit kommt auch diese schwere Form vermehrt bei Mehrlingsschwangerschaften vor. Gemäss Studien ist der hCG-Wert bei Frauen mit Hyperemesis gravidarum stark erhöht. (vgl. Bühling/Bohnet, 2006).

Bei Hyperemesis gravidarum gilt der mögliche positive Effekt der Schwangerschaftsübelkeit (im vorherigen Punkt beschrieben) übrigens nicht. Im Gegenteil: Wer an dieser schweren Form leidet, hat sogar ein erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten. Zudem kommt es bei den Kindern betroffener Mütter eher zu einer verzögerten neurologischen Entwicklung sowie verschiedener Erkrankungen und Fehlbildungen durch Vitamin K-Mangel in der Frühschwangerschaft (vgl. Fejzo et al., 2018).

Um Mutter und Kind zu schützen sollte die Schwangere bei Hyperemesis gravidarum umgehend versorgt werden. Häufig geht es nicht ohne stationäre Behandlung. Eine erste Massnahme ist in der Regel ein Tropf, um fehlende Flüssigkeit, Glukose und Elektrolyte zuzuführen. Bei ausbleibender Besserung der Beschwerden können Medikamente zum Einsatz kommen (siehe dazu das Kapitel zu Therapiemöglichkeiten).

Schwangere Frauen, bei denen eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt, könnten eher von schwerer Übelkeit und Erbrechen betroffen, als andere. Gemäss Festin (2009), der eine systematische Literatur-Recherche durchführte, gab es einige Hinweise in Studien, die dies nahelegen. Jedoch konnte bisher kein verlässlicher Beweis angeführt werden.

Ausserdem gibt es Hinweise darauf, dass Schwangerschaftsübelkeit – insb. in dieser schweren Form – vererbbar ist. Zum Einfluss der Genetik siehe das folgende Kapitel.

Wie die Mutter so die Tochter: Welche Rolle spielt Genetik?

  • Schwere Schwangerschaftsübelkeit tritt häufig bei mehreren Frauen einer Familie auf.
  • Zwei Gene scheinen für die Vererbung verantwortlich zu sein.
  • Bei betroffenen Frauen sind diese Gene sehr aktiv.

Die Erforschung der Ursachen der Schwangerschaftsübelkeit ist längst nicht abgeschlossen. Schon länger gibt es Studien, die einen Einfluss der Genetik nahelegen (z.B. Zwillingsstudien und generationsübergreifende Studien). Immer wieder zeigte sich, dass häufig gleich mehrere Frauen einer Familie von schwerer Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind. Eine Frau scheint vor allem eher unter Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft zu leiden, wenn ihre Mutter bereits darunter litt. In einer relativ neuen Studie wurde nun ein Zusammenhang zweier Gene mit dem Auftreten schwerer Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) entdeckt (vgl. Fejzo et al., 2018).

Fejzo und sein Forscherteam (2018) verglichen für ihre Studie DNS schwangerer Frauen, die an schwerer Schwangerschaftsübelkeit litten, mit DNS schwangerer Frauen ohne Übelkeit. An zwei Genen fielen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf – diese könnten die Beschwerden verursachen.

Die beiden Gene, die für die Entstehung schwerer Schwangerschaftsübelkeit verantwortlich sein könnten, heissen GDF15 und IGFBP7. Sie sind beide an der Appetitregelung sowie der Plazentabildung beteiligt. Beide haben ebenfalls eine Verbindung zur Kachexie, einem starken Kräfteverfall, der als Begleiterscheinung bei einigen schweren Krankheiten auftritt. Durch andauernde Übelkeit und Erbrechen leiden von Kachexie betroffene Patienten an Dehydration, Unterernährung und massivem Gewichtsverlust. Dies kann sogar bis zum Tod führen. (vgl. Fejzo et al., 2018)

In einer weiteren Studie mit Schwangeren verifizierten Fejzo und sein Team (2018) die Erkenntnisse aus der ersten Untersuchung. Sie stellten fest, dass Schwangere mit Hyperemesis gravidarum aussergewöhnlich hohe Konzentrationen der Proteine GDF15 und IGFBP7 hatten

In Zellen wird das vom Gen codierte Protein gebildet. Je nachdem, wie aktiv die Gene sind, entstehen in kurzer Zeit mehr oder weniger entsprechend codierte Proteine. Damit variiert die Konzentration der Proteine. Bei den betroffenen Frauen sind die beiden erwähnten Gene sehr aktiv, die Spiegel der entsprechend codierten Proteine daher sehr hoch.

Therapiemöglichkeiten: Wie lassen sich die Symptome der Schwangerschaftsübelkeit lindern?

  • Vielen Schwangeren helfen eine angepasste Ernährungsweise und Ruhepausen.
  • Erwiesen wirksam ist Akupressur und eine Therapie mit Vitamin B6.
  • In hartnäckigen Fällen werden Medikamente verabreicht.

Schwangerschaftsübelkeit auszuschalten ist schwierig. Es gibt jedoch zahlreiche Ansatzpunkte, die Linderung verschaffen können. Nicht jeder Schwangeren helfen dieselben Ansätze – je nach Grad und Ausprägung der Übelkeit bieten sich unterschiedliche Dinge an, die man selbst ausprobieren kann. Bei (andauerndem) häufigen Erbrechen und hohem Flüssigkeitsverlust, muss jedoch ein Arzt konsultiert werden. In hartnäckigen Fällen werden Medikamente verordnet.

Da ein tiefer Blutzuckerspiegel Übelkeit und Schwindel fördern kann, ist zu raten, diesen möglichst stabil zu halten. Dies lässt sich durch regelmässiges Essen fettarmer, kohlenhydrat- und eiweissreicher Kost erreichen. Der häufige Verzehr kleiner Mahlzeiten hilft auch dem Magen, nicht unnötig belastet zu werden. Schwangeren, die mit Morgenübelkeit (kurz nach dem Aufstehen) zu kämpfen haben, denen hilft es vielleicht, schon im Bett (vor dem Aufstehen) einen kleinen Snack zu verzehren. Man kann sich z.B. am Abend bereits etwas zurechtlegen.

Zu viel Säure im Magen kann Übelkeit bedingen. Am besten meidet man daher Lebensmittel, die den Säurehaushalt durcheinander bringen. Dazu gehören etwa Kaffee, stark gewürztes Essen, fettige Speisen und kohlensäurehaltige Getränke.

Es ist ausserdem wichtig, genügend zu trinken, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Magenschonend sind stilles Wasser und ungesüsste Tees. Bei Erbrechen erfolgt zudem ein Kaliumverlust. Daher sollte man auf eine kaliumreiche Ernährung achten (Kalium ist in vielen Gemüse- und Obstsorten vorhanden, z.B. in Bananen).

Manchen Frauen hilft es, an einer aufgeschnittenen Zitrone zu riechen, um andere wahrgenommene Gerüche zu «neutralisieren».

Um den Reflux nicht zu verstärken, sollte man sich nach dem Essen nicht hinlegen bzw. den Oberkörper nicht in eine flache Position bringen. Besser man setzt sich bequem (evtl. leicht schräg) hin und legt die Beine hoch.

Ingwer wird ebenfalls eine übelkeitslindernde Wirkung zugeschrieben. Häufig wird der Wurzelstock der tropischen Pflanze, die schon in der Antike nach Europa gelangte, z.B. zur Vorbeugung von Reiseübelkeit verwendet. Zur Anwendung in der Schwangerschaft – und speziell zur Bekämpfung von Schwangerschaftsübelkeit – finden sich allerdings widersprüchliche Studienergebnisse. In manchen wissenschaftlichen Untersuchungen stellte sich Ingwer als wirksam heraus, andere Forscher konnten keine Wirksamkeit feststellen. Wieder andere Studien liessen vermuten, dass von Ingwer in der Schwangerschaft sogar abzuraten ist, da Komplikationen auftreten könnten. (vgl. Smollich, 2015)

Smollich (2015) arbeitete sich durch die vorhandene Forschung und kam zu folgendem Ergebnis: 1 bis 2 Gramm Ingwer pro Tag sollten in der Schwangerschaft sowohl sicher (keine Nebenwirkungen) als auch wirksam sein. Bei einer (deutlich) höheren Dosierung scheint nicht nur die Gefahr vor Nebenwirkungen anzusteigen, sondern auch die Wirksamkeit zu sinken. Smollich (2015) gibt jedoch an, dass die Studienlage für 100prozentig verlässliche Aussagen nicht ausreichend sei.

Regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft können bei Schwangerschaftsübelkeit ebenfalls helfen. Leichte Bewegung stabilisiert den Kreislauf und regt den Stoffwechsel an. Frische Luft in den Lungen fördert ebenfalls das allgemeine Wohlbefinden.

Des Weiteren kann durch Ruhepausen positiv auf die Psyche eingewirkt werden. Denn Stress fördert die Übelkeit. Das Stresslevel sollte daher möglichst heruntergefahren werden. Zudem kann es helfen, wenn belastende Probleme aus dem Weg geschafft werden. Ist die Psyche stark belastet, kann eine psychologische Betreuung von Nutzen sein.

Helfen eine angepasste Ernährung, Geduld und ein angepasster Tagesablauf nicht ausreichend, gibt es weitere Therapiemöglichkeiten:

Gute Erfolge wurden etwa mit Akupressur erzielt. Die Akupressur sollte dabei auf den Punkt P6 ausgeführt werden (am Handgelenk innen, ca. 3 Fingerbreit oberhalb des Beginns der Handfläche) und in 4-stündigem Abstand stattfinden. Die Schwangere kann dabei selbst mit den Fingern Druck auf den genannten Punkt ausüben. Alternativ kann ein Akupressur-Armband verwendet werden – die Wirkung ist dieselbe.

Akupressur am Handgelenk kann gegen Schwangerschaftsübelkeit helfen. Quelle: Shutterstock.

Besteht massive Schwangerschaftsübelkeit, kann das Einnehmen bestimmter Vitaminen helfen. Bei einer stationären Behandlung sind Vitamine häufig Teil der Therapie. Üblicherweise werden dabei die Vitamine B6, B12 und B1 verwendet. Klinische Studien belegen, dass die Verabreichung von Vitamin B6 die Schwere von Schwangerschaftsübelkeit und das Auftreten von Erbrechen bereits nach vier bis sieben Tagen signifikant reduziert (Vutyavanich et al., 1995). Die Wirkung von B12 und B1 ist nicht eindeutig erwiesen – die Beweisführung wird z.B. dadurch erschwert, dass die beiden Vitamine meist in Kombination verabreicht werden.

Bei hartnäckigen Beschwerden werden auch Medikamente verordnet. Zum Einsatz kommen dabei z.B. Meclozin sowie das Antihistaminikum Doxylamin (wird auch als Schlafmittel verwendet) (vgl. Bühling/Bohnet, 2006). Die meisten Wirkstoffe in derzeit existierenden Medikamenten, die bei schwerer Schwangerschaftsübelkeit verabreicht werden, haben jedoch leider Folgen für Mutter und Baby – und sind zudem meist wenig effektiv. Daher wäre es umso willkommener, wenn sich durch die Genetik-Forschung (oben beschrieben) neue mögliche Therapieansätze ergeben würden. (vgl. Fejzo et al., 2018)

Frauen, die durch die Schwangerschaftsübelkeit zu sehr belastet werden, kann der Frauenarzt (nach einer medizinischen Beurteilung ihrer Verfassung) krankschreiben. Manche Schwangere können ihre Arbeit aufgrund von Übelkeit und Erbrechen nicht (oder nur sehr eingeschränkt) ausführen oder die Belastung durch die Arbeit ist zu gross. In der Schwangerschaft haben die Gesundheit und der Schutz von Mutter und Kind oberste Priorität – daher kann jederzeit eine Krankschreibung ausgestellt werden. Diese kann vorübergehend gelten oder auch für eine längere Dauer, bis hin zur gesamten Schwangerschaft, bestehen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen Mutterschutzgesetze, die vorschreiben, dass Schwangere nur unter Bedingungen arbeiten dürfen, die weder ihre noch die Gesundheit des Babys gefährden. Je nach Zustand der schwangeren Frau und dem Verlauf der Schwangerschaft ist früher oder später gar keine Arbeit zumutbar. Allerdings ist das Mutterschutzgesetz nur umsetzbar, wenn der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert ist. Wenn die Schwangerschaftsübelkeit schon im ersten Trimester die Arbeitsfähigkeit einschränkt, kann es daher notwendig werden, den Arbeitgeber bereits vor Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche in Kenntnis zu setzen. Möchte man dies nicht, kann der Frauenarzt evtl. eine Krankmeldung ohne Angabe der Schwangerschaft ausstellen oder man betragt erst einmal Ferien.

Ein kleines Resümee…

Die Mehrheit der Schwangeren kommt nicht ohne Übelkeit durch die Schwangerschaft. Meist macht sich das typische Unwohlsein (mit oder ohne Erbrechen) im ersten Schwangerschaftsdrittel bemerkbar. Die Übelkeit ist zwar lästig und unangenehm, verschwindet aber meist nach der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche.

Wie genau die Schwangerschaftsübelkeit entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht davon aus, dass es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt, die Übelkeit also nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Zu Beginn der Schwangerschaft steigen die Spiegel verschiedener Hormone an, allen voran der hCG-Spiegel. Ein Zusammenhang der Übelkeit mit dem hCG-Niveau ist wahrscheinlich. Denn wenn der hCG-Spiegel am höchsten ist, ist gewöhnlich auch die Übelkeit am stärksten. Zudem ist sie bei generell hohen hCG-Leveln (z.B. bei Mehrlingsschwangerschaften, Trisonomie 21 und Blasenmolen) meist sehr ausgeprägt. Auch weitere Veränderungen in der Schwangerschaft (wie ein verstärkter Reflux) und psychische Faktoren können die Übelkeit bedingen.

Die Schwangerschaftsübelkeit ist zwar unangenehm und lästig für die betroffenen Frauen, dem Ungeborenen schadet sie jedoch nicht. Studien zeigten sogar, dass die Gefahr einer Fehlgeburt tiefer ist, wenn die Schwangere unter Übelkeit leidet. Evtl. ist dieser Zusammenhang auf eine optimierte (der Übelkeit angepasste) Ernährung und Lebensführung zurückzuführen.

Selten ist die Schwangerschaftsübelkeit so stark, dass die Frauen den Flüssigkeitsverlust nicht mehr ausgleichen können und für eine stationäre Therapie ins Krankenhaus müssen. Wer an Hyperemesis gravidarum leidet, hat zudem ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.

Auch die Entstehung dieser schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit ist bis heute nicht vollständig erforscht. Ein neuerer Ansatzpunkt beschäftigt sich mit dem Einfluss der Genetik. Auffällig ist, dass häufig mehrere Frauen in einer Familie von starker Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind. In einer Studie stellte sich heraus, dass zwei Gene, die an der Appetitregelung und Plazentabildung beteiligt sind, bei Hyperemesis-gravidarum-Patientinnen aktiver sind. Da die Medikation bei Hyperemesis gravidarum bislang eher unausgereift ist, ist ein neuer möglicher Ansatzpunkt willkommen.

Zur Linderung der «normalen» Schwangerschaftsübelkeit eignet sich eine passende (fettarme, gesunde) Ernährung und die Konsumation in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Ruhepausen, frische Luft, und moderate Bewegung wirken ebenfalls positiv. Verbesserungen erzielten Schwangere zudem mit alternativen Methoden wie Akupressur.

Habt ihr selbst Erfahrungen mit Schwangerschaftsübelkeit gemacht? Was hat euch geholfen? Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann dürft ihr sehr gerne die Kommentarfunktion nutzen! Ich freue mich über eure Kommentare.

Zum Weiterlesen – interessante Artikel zur Schwangerschaftsübelkeit (externe Links):

Quellenangaben

Bergen, M. (2013). Schilddrüsenerkrankungen in der SS. Kantonsspital Aarau: 1931 Geburtshilfe, Nr. 1931122/4. Unter: https://www.ksa.ch/sites/default/files/cms/frauenklinik/docs/rl-gebs/schilddruesenerkrankungen-rl-frauenklinik-ksa.pdf

Bühling, K.J., Bohnet, H.G. (2006). Ursachen und Therapie der Schwangerschaftsübelkeit. FRAUENARZT (47), 12. Unter: http://www.hyperemesis-hilfe.de/wp-content/uploads/2015/11/2006-12-buehling.pdf

Fejzo, M.S., Sazonova, O.V., Sathirapongsasuti, J.F. et al. (2018). Placenta and appetite genes GDF15 and IGFBP7 are associated with hyperemesis gravidarum. Nat. Commun. (9), 1178. https://doi.org/10.1038/s41467-018-03258-0

Festin, M. (2009). Nausea and vomiting in early pregnancy. BMJ clinical evidence, 1405.

Hinkle, S.N., Mumford, S.L., Grantz, K.L. et al. (2016). Association of Nausea and Vomiting During Pregnancy With Pregnancy Loss: A Secondary Analysis of a Randomized Clinical Trial. JAMA Intern. Med., 176(11): 1621-1627.

Louik, C., Hernandez-Diaz, S., Werler, M.M., Mitchell, A.A. (2006). Nausea and vomiting in pregnancy: maternal characteristics and risk factors. Paediatr. Perinat Epidemiol. 20(4): 270-278.

Smollich, M. (2015). Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft: Ingwer – eine wirksame Alternative? Stuttgart: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Die Hebamme, 28(1): 6-7. Unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0034-1384309

Vutyavanich, T., Wongtra-ngan, S., Ruangsri, R. (1995). Pyridoxine for nausea and vomiting of pregnancy: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Am. J. Obstet. Gynecol., 173 (3 Pt 1): 881-884.

Wibowo, N., Purwosunu, Y., Sekizawa, A., Farina, A., Tambunan, V., Bardosono, S. (2012). Vitamin B6 supplementation in pregnant women with nausea and vomiting. Int. J. Gyn. & Obst., 116 (3), 206-210.

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