Ernährung: Die frühe Prägung der Geschmacks-Vorlieben

Frühe Erfahrungen mit vielen gesunden Lebensmitteln prägen den Geschmack positiv. Quelle: Shutterstock.

Gesunde Ernährung ist wichtig – das steht ausser Frage. Einfacher hat es dabei, wem gesunde Lebensmittel schmecken und wer eine breite Akzeptanz vielseitiger Geschmacksrichtungen (süss, sauer, umami, bitter, salzig und andere spezielle Geschmacksnoten) entwickelt hat.

Eltern (vor allem Mütter) können die Geschmacksentwicklung ihrer Kinder essentiell beeinflussen: Die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie die Beikost prägen die späteren Geschmacks-Vorlieben. Wie zentral sind diese ersten Geschmackserfahrungen?

Zahlreiche chronische Krankheiten, die weltweit die häufigste Todesursache darstellen, hängen mit der Ernährung zusammen. Durch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung lässt sich das Risiko, an einer chronischen Krankheit wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Zahnerkrankungen oder auch Osteoporose und Krebs zu erkranken, erheblich reduzieren. Sogar bei Depressionen und weiteren psychischen Erkrankungen ist die Ernährung ein wichtiger Punkt.

Ob sich jemand gesund ernährt oder vermehrt auf fettige, zuckerhaltige Lebensmittel zurückgreift, hängt massgeblich von den eigenen Geschmackspräferenzen ab. Und diese sind laut Experten nur zu etwa 20% genetisch veranlagt – der Rest ist Prägung. Diese wiederum ist stark von den Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter beeinflusst.

Für die Geschmacksprägung spielen schon die allerersten Geschmackserfahrungen (im Mutterleib und als Säugling) eine Rolle, da sie wiederum die Vorlieben im Kindesalter formen. Und gerade im Kindesalter, wo rationale Entscheidungen für gesunde Lebensmittel (noch) rar sind, wird das Essverhalten von den Geschmackspräferenzen dominiert, auch wenn es selbstverständlich weitere Faktoren (wie etwa das Angebot) gibt (vgl. z.B. Nehring et al., 2015). So wird die Lebensmittelauswahl im Erwachsenenalter noch durch die frühkindliche Geschmacksprägung beeinflusst.

Natürlich kann sich der Geschmack im Laufe des Lebens ändern, etwa durch neue Erfahrungen. Zudem hängt die Ernährung im Erwachsenenalter stärker von weiteren Faktoren wie rationalen Entscheidungen (z.B. Gemüsekonsum aufgrund des Wissens um die Notwendigkeit von Vitaminen) ab als in der Kindheit. Dennoch bleibt der Geschmack durch die Erfahrungen aus frühester Kindheit geprägt. Es gibt auch Studien, die z.B. einen Zusammenhang zwischen frühen Geschmackserfahrungen und späterem Übergewicht aufzeigen (vgl. Haller et al., 1999).

Diese erste Geschmacksprägung (auch «metabolische Programmierung» genannt) setzt sich aus drei Teilen (Phasen) zusammen:

Im Mutterleib: Noch bevor ein Kind geboren wird, macht es erste Erfahrungen mit Geschmäckern – es probiert und trinkt das Fruchtwasser, das entsprechend der Kost der Mutter unterschiedlich schmeckt. Bereits hier werden erste Geschmacks-Präferenzen definiert.

Milchernährung: Gestillte Kinder erfahren über die Muttermilch unterschiedliche Geschmacksfärbungen, wenn sich die Mutter abwechslungsreich ernährt, auch wenn die Muttermilch grundsätzlich süsslich schmeckt. Sie gewöhnen sich an häufige Geschmacksnuancen, entsprechend der Vorlieben der Mutter. PRE-ernährte Kinder werden durch den (gleichbleibenden) Geschmack der Ersatzmilch geprägt.

Beikost: Ab Beikoststart macht das Kind erste direkte Erfahrungen mit Lebensmitteln. Es gewöhnt sich an den Geschmack der angebotenen Nahrung, die je nach Wahl der Eltern differiert. Durch eine Vielfalt an (angebotenen) Lebensmitteln lernt das Kind die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen (weiter) kennen.

In allen drei Phasen lässt sich mit gesunder und abwechslungsreicher Ernährung (der Mutter bzw. des Kindes) ein wichtiger Grundstein für die Geschmackentwicklung und -akzeptanz des Kindes – und damit auch dessen späterer Gesundheit bzw. der Risikominimierung chronischer Krankheiten – legen.

Die ersten Geschmackserfahrungen im Mutterleib: Was die Mutter während der Schwangerschaft isst, prägt die Vorlieben des Kindes

  • Babys können schon vorgeburtlich schmecken und trinken Fruchtwasser.
  • Babys werden durch den Geschmack des Fruchtwassers geprägt: Nach der Geburt zeigen sie Vorlieben für die bekannten Geschmacksrichtungen.
  • Der Geschmack des Fruchtwassers variiert mit der Ernährung der Mutter, da sich Aromastoffe und Nahrungskomponenten übertragen.
Die Qual der Wahl: gesundes Obst und Gemüse versus Fastfood und Süssigkeiten. Quelle: Shutterstock.

Mit gesunder, abwechslungsreicher Ernährung in der Schwangerschaft setzt die Mutter eine wichtige Basis für die Essgewohnheiten des Nachwuchses: Denn die ersten Geschmackserfahrungen im Mutterleib können den Geschmack und damit die Lebensmittelauswahl im ganzen Leben prägen (vgl. Beachamp/Mennella, 2009). Ausserdem wirkt sich die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft (zusammen mit weiteren Faktoren, wie z.B. dem Hormonstatus) direkt auf den späteren Stoffwechsel des Kindes und dessen Organfunktionen aus (sogar noch im Erwachsenenalter) (vgl. Plagemann et al., 2010).

Ungefähr ab der 12. Schwangerschaftswoche fangen Babys an, Fruchtwasser zu schlucken, was mittels Ultraschall erkennbar ist. In den folgenden Wochen beginnt sich ihr Geschmackssinn zu entwickeln. Man geht davon aus, dass sie ca. ab der 28. Schwangerschaftswoche schmecken können und die unterschiedliche Geschmacksfärbung des Fruchtwassers wahrnehmen (vgl. de Vries et al., 1985).

Es gilt als gesichert, dass der Geschmack des Fruchtwassers mit der Ernährung der Mutter variiert – dazu gibt es mittlerweile viel Literatur. Flüchtige Aromastoffe und Nahrungskomponenten aus der Ernährung der Mutter gehen in das Fruchtwasser über und tragen zu seiner Aromatisierung bei (vgl. z.B. Schaal et al., 2000; Hausner et al., 2008). Per Tests nachgewiesen wurde dies unter anderem für die Aromen von Knoblauch, Vanille und Anis (vgl. Hörmann-Wallner et al., 2020). Damit das Baby schon im Mutterleib Erfahrungen mit vielen verschiedenen Geschmacksfärbungen macht, ist es daher vorteilhaft, in der Schwangerschaft vielfältig zu essen.

Aber können sich Babys tatsächlich an den Geschmack des Fruchtwassers erinnern und bevorzugen bekannte Geschmäcker?

Die Forschung geht davon aus. Natürlich kann sich niemand bewusst an den Geschmack des Fruchtwassers erinnern, aber die vorgeburtlich erfahrenen Geschmäcker prägen uns. Kurz nach der Geburt zeigen Babys in der Tat eine Präferenz für das eigene Fruchtwasser, wenn ihnen verschiedene Proben angeboten werden – diese Präferenz verliert sich aber schon nach einigen Tagen (vgl. Varendi et al., 1996).

Das sogenannte «Karottensaft-Experiment» zeigt, dass die grundsätzliche Geschmacksprägung fortbesteht (vgl. Mennella et al., 2006): Für die Studie tranken Mütter während der Schwangerschaft täglich Karottensaft. Mit 5 Monaten zeigten die Babys eine Präferenz für den Geschmack von Karotten: Bei der Auswahl von Cerealien mit und ohne Karottengeschmack, mochten sie erstere lieber. Die Babys der Vergleichsgruppe hatten diese Tendenz nicht und verzogen bei beiden Cerealien-Arten das Gesicht gleichermassen.

Zudem bestehen verschiedene Untersuchungen an Nagetieren, die zeigen, dass die Nachkommen Geschmäcker bevorzugen, die sie im Mutterleib über das Fruchtwasser bereits kennengelernt haben (vgl. z.B. Bilko et al., 1994; Hepper, 1988). Hepper (1988) dokumentierte etwa eine Studie mit Hasen: Verschiedenen Gruppen trächtiger Hasen wurde unterschiedliches Futter angeboten, z.B. Wacholderbeeren (regelmässig). Die Hasen-Jungen der mit Wacholderbeeren gefütterten Mütter präferierten später den Geschmack von Wacholderbeeren, auch wenn sie nach der Geburt zunächst «Wacholderbeer-freie» Milch von einer Hasenmutter erhielten, die nicht mit Wacholderbeeren gefüttert wurde.

Es ist schön, die Geschmacksentwicklung bereits während der Schwangerschaft positiv beeinflussen zu können – doch die frühe Geschmacksprägung hat auch eine Kehrseite: Denn schlechte Geschmacks-Angewohnheiten können sich ebenfalls übertragen. Ein sehr negatives Beispiel stellt Alkohol dar. Man geht davon aus, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft regelmässig Alkohol tranken, den Geschmack von Alkohol attraktiver finden als andere Kinder (vgl. Faas et al., 2015). Natürlich wurde aus nachvollziehbaren Gründen kein Experiment mit Babys durchgeführt, um diesen Effekt nachzuweisen. In einem Tierversuch mit Ratten (Anmerkung der Bloggerin: Ich bin selbst kein Fan von Tierversuchen!) wurde festgestellt, dass sich kleine Ratten, die im Mutterleib unter Alkoholeinfluss standen, nach der Geburt von Alkohol-Gerüchen angezogen fühlten (vgl. Arias/Chotro, 2005).

Eine Anmerkung: Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann bekanntermassen fatale Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern haben und ist daher ohnehin zu unterlassen ( siehe z.B. zum fetalen Alkoholsyndrom diesen Artikel der DGE).

Daneben gibt es auch einen nachweislichen Zusammenhang zwischen der (regelmässigen) Alkohol-Aussetzung während der Schwangerschaft und späterem Alkoholismus. Erfahren Kinder im Mutterleib schon den Geschmack von Alkohol, sind sie als Erwachsene durchschnittlich anfälliger, eine Alkoholsucht zu entwickeln: Gemäss der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2014) werden 20 bis 40% der Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft exzessiv oder regelmässig Alkohol konsumierten, selbst zu Alkoholikern. Natürlich spielen hier auch weitere Faktoren eine Rolle, wie z.B. der erfahrene Alkoholkonsum im Elternhaus während der Kindheit. In etwaigen Studien wurde jedoch auf solche und weitere Faktoren (z.B. sozioökonomische Variablen) kontrolliert und der Effekt blieb bestehen.

Nicht ganz so tragisch, aber ebenfalls als negativer Geschmackseinfluss zu werten, ist etwa ein übermässiger Zuckerkonsum: Wenn die Mutter in der Schwangerschaft regelmässig sehr viel Zucker isst, kann dies ebenfalls die Geschmackspräferenzen und die spätere Ernährung ihres Kindes beeinflussen (vgl. Bayol et al., 2007). Das Forscherteam um Hörmann-Wallner (2000) führte z.B. eine Studie durch, die zeigte, dass Kinder mit 3 Jahren eher dazu neigen, Süssigkeiten und Knabbereien zu essen, wenn dies die Mütter in der Schwangerschaft (und Stillzeit) regelmässig taten. Allerdings basieren die Ergebnisse auf einer kleinen Stichprobe: Die Forscher starteten mit 60 Frauen; bis zum letzten Messzeitpunkt (als die Kinder 3 Jahre alt waren) blieben lediglich 24 Teilnehmerinnen übrig. So lassen sich aus den Ergebnissen nur vorsichtige Tendenzen ablesen.

Bei allen Einfluss-Möglichkeiten auf die Geschmacksentwicklung ist anzumerken, dass alle Säuglinge (unabhängig der Prägung) eine angeborene Präferenz für die Geschmacksrichtung «süss» haben. Dies ist evolutionär sinnvoll, da ein süsser Geschmack für Zuckerarten steht, die verwertbare Energie bedeuten und damit das Überleben sichern. In der heutigen Zeit (mit vielen verarbeiteten Produkten und Süssigkeiten) kann diese Tendenz allerdings schwierig sein, da es zu einem ungesunden Überkonsum kommen kann.

Ebenso entwickeln Säuglinge ganz natürlich eine Präferenz für Salz. Auch dies ist evolutionär sinnvoll, da Salz überlebenswichtig ist. Doch ähnlich wie beim Zucker tendieren wir heute zu einem Überkonsum an Salz, was unsere Gesundheit beeinträchtigen kann. Gerade Säuglinge und kleine Kinder sollten nur ganz geringe Mengen Salz zu sich nehmen – bei einem Überkonsum kann es z.B. zu Schäden an der Leber kommen (mehr zum Salzkonsum bei Babys und Kleinkindern lest ihr in meinem Artikel: Wie schädlich ist Salz für Babys und Kleinkinder?). Wie stark die Präferenz für Salz ausfällt, wird durch den Salzkonsum der Mutter während der Schwangerschaft beeinflusst: In einem Test konnte nachgewiesen werden, dass junge Ratten mehr Salz assen, wenn das Muttertier einen erhöhten Salzkonsum hatte, während es trächtig war. Man geht daher davon aus, dass sich auch bei Menschen eine Präferenz für Salz überträgt. Nimmt die Mutter während der Schwangerschaft viel Salz zu sich, neigt auch das Kind später zu einem Mehrkonsum. (vgl. Bird/Contreras, 1987)

Eine natürliche Ablehnung haben Säuglinge gegenüber sauren und bitteren Geschmäckern. Durch entsprechende Geschmackserfahrungen schon vor der Geburt, könnten diese Aversionen gehemmt werden (vgl. Beauchamp/Mennelle, 2009). Eine Gruppe französischer Forscher hat Schwangeren bspw. viel Anis zu essen gegeben. Die Kinder dieser Frauen zeigten nach der Geburt weniger Abneigung gegen das Gewürz als Kinder einer Vergleichsgruppe, deren Mütter in der Schwangerschaft kein Anis zu sich nahmen.

Die spätere Akzeptanz verschiedener Geschmacksrichtungen scheint übrigens unterschiedlich stark von den Erfahrungen im Mutterleib abzuhängen: Nehring et al. (2015) werteten eine Vielzahl verschiedener Studien aus und kamen zu dem Ergebnis, dass vor allem die Akzeptanz von bitteren und «speziellen» Geschmäckern von der Aussetzung im Mutterleib abhängt. Bei anderen Geschmacksrichtungen (salzig, sauer, süss, umami) liessen sich aus den vorhandenen Studien keine eindeutigen Zusammenhänge feststellen.

Prägung durch den Geschmack der Milch: Wie wichtig sind die Aromen der Muttermilch für die Geschmacksentwicklung?

  • Aromen aus vielen Nahrungsmitteln gehen in die Muttermilch über.
  • Babys bevorzugen Geschmäcker, die sie über die Muttermilch kennengelernt haben.
  • Durch eine abwechslungsreiche Ernährung in der Stillzeit, lernt das Baby viele Geschmacksnuancen kennen (und zu akzeptieren).
  • Babys, die PRE-Nahrung erhalten, werden durch den Geschmack der Ersatzmilch geprägt.
  • Durch den variablen Geschmack der Muttermilch entwickeln Stillkinder häufiger eine breite Geschmacksakzeptanz als Kinder, die Ersatzmilch erhalten.
Ein Baby trinkt an der Brust – über die Muttermilch erfährt es verschiedene Geschmacksarten. Quelle: Shutterstock.

Muttermilch schmeckt grundsätzlich süss: Da Muttermilch Laktose enthält, ein Kohlenhydrat, das für einen süsslichen Geschmack sorgt, werden Kinder durch das Stillen weiter an diese Geschmacksrichtung gewöhnt und bevorzugen den süssen Geschmack – das ist ganz natürlich. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, war eine Präferenz für «süss» früher eine sinnvolle Überlebens-Strategie. Heute kann sie zum Problem werden, wenn übermässig Süssigkeiten konsumiert werden. (vgl. Hörmann-Wallner et al., 2020)

Kinder präferieren daneben in der Regel die Geschmacksrichtung «umami», da sie auch diese aus der Muttermilch gut kennen. Der Geschmack wird wohl durch das L-Glutamat in der Milch verursacht, das den Proteingehalt anzeigt. Auch diese Präferenz ist eine sinnvolle Einrichtung der Natur, da Proteine wichtig sind. (vgl. Chaudhani, 2010)

Ansonsten beeinflusst die Ernährung der Mutter – wie während der Schwangerschaft – auch in der Stillzeit die Geschmacksprägung bedeutend. Daher ist es wichtig, in der Stillzeit vielfältige Nahrung zu sich zu nehmen, um das Baby (weiter) an verschiedene Geschmacksrichtungen zu gewöhnen – denn viele Aromen aus der Nahrung gehen in die Muttermilch über und sorgen für unterschiedliche Geschmacksnuancen. Nachgewiesen wurde dies z.B. für Vanille, Anis, Karotten, Knoblauch, Curry, Minze und auch Ethanol (vgl. Hörmann-Wallner et al., 2020).

Das Karottensaft-Experiment wurde auch in der Stillzeit durchgeführt – mit demselben Ergebnis: Wenn Mütter in der Stillzeit (erste 5 Monate) täglich Karottensaft tranken, präferierten die Babys später Cerealien mit Karottengeschmack. Gleich alte gestillte Babys, deren Mütter keinen Karottensaft konsumierten, zeigten diese Präferenz nicht. (vgl. Mennella et al., 2006)

Auch die Hasen-Studie von Hepper (1988), die ich ebenfalls bereits im vorherigen Kapitel erwähnt habe, verdeutlicht die Geschmacksprägung in der Stillzeit: Erhielten nämlich Hasen-Jungen, die im Mutterleib den Geschmack von Wacholderbeeren noch nicht kennenlernten, Milch von Hasenmüttern, die mit Wacholderbeeren gefüttert wurden, mochten sie den Geschmack später genauso gerne wie Hasen-Jungen, deren Mütter in der Schwangerschaft Wacholderbeeren assen. Hepper (1988) geht davon aus, dass die Geschmacksprägung in der Stillzeit genauso einflussreich ist wie die Prägung während der Schwangerschaft.

Untersuchungen zu Knoblauch-Aromen in der Muttermilch gibt es ebenfalls. Mennella und seine Kollegen (2006) stellten fest, dass Säuglinge länger an der Brust saugten, wenn die Mütter zuvor Knoblauch konsumiert hatten (1.5g Knoblauchextrakt). Allerdings wurde in der längeren Zeitspanne dieselbe Menge Milch getrunken wie sonst auch; es ist also genauso gut möglich, dass Babys die neue Geschmacksvariante interessant fanden, wie auch, dass der Milchfluss (durch den Knoblauch-Konsum) reduziert war und die Säuglinge schlichtweg länger trinken mussten, um satt zu werden (Mennella et al., 2006).

Wie viel Knoblauch die Mutter konsumieren muss, damit sich die Milch im Geschmack ändert, ist unklar und kann von Mutter zu Mutter unterschiedlich sein, so Andrea Büttner (Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg) in einem Interview (mit Medela). Klar sei aber, dass grundsätzlich nur ein sehr kleiner Teil der Aromastoffe übergehe – um den Geschmack der Muttermilch zu färben, müsse die Mutter daher vergleichsweise grosse Mengen (z.B. Knoblauch) zu sich nehmen.

Andrea Büttner hat mit einem Forscherteam den Übergang verschiedener Aromastoffe in die Muttermilch untersucht – auch den von Knoblauch-Aromen. Nach dem Konsum von Knoblauch konnte das Team tatsächlich Veränderungen in der Muttermilch feststellen. Was sie fanden waren potente Geruchsstoffe und geruchsaktive Stoffwechselprodukte von Knoblauch-Geruchsstoffen. Allerdings waren dies keine direkten Aromen aus dem Knoblauch, sondern sie sind durch den mütterlichen Stoffwechsel verändert worden. Die Aromen aus der Ernährung sind also nicht unbedingt eins zu eins in der Milch anzutreffen – Büttner geht davon aus, dass es Lebensmittel gibt, deren Aromastoffe unverändert übergehen, und andere, deren Aromastoffe zunächst verändert werden. (vgl. Interview von Andrea Büttner mit Medela)

Andrea Büttner und ihr Team konnten in ihren Untersuchungen ebenfalls nachweisen, dass nicht alle Aromastoffe in die Muttermilch übergehen: Die Aromen von Fischölkapseln und Stilltee waren nach der Einnahme der Mütter in der untersuchten Muttermilch bspw. nicht nachweisbar. Eine mögliche Erklärung, warum manche Aromen aus der Ernährung nicht in die Milch übergehen, ist ein Schutzmechanismus. (vgl. Interview von Andrea Büttner mit Medela)

Auch der Geschmack der Ersatzmilch prägt: Wenn Babys nicht gestillt werden, sondern PRE-Nahrung erhalten, bevorzugen sie noch Jahre später Geschmacksnoten, die dem Geschmack der Ersatzmilch ähnlich sind (vgl. Alves et al., 2013). In einer Langzeitstudie wurde festgestellt, dass die Effekte bis ins Erwachsenenalter reichen können: Erwachsene zeigten eine Präferenz für Vanille, wenn sie als Babys Säuglingsnahrung mit Vanillearoma erhielten (vgl. Haller et al., 1999). Im Gegensatz zur Muttermilch hat die Ersatznahrung einen gleichbleibenden Geschmack; daher kann sie zur Entwicklung einer breiten Geschmacksakzeptanz wenig beitragen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Stillkinder häufiger eine breite Geschmacksakzeptanz entwickeln als Kinder, die PRE-Nahrung erhalten. Wenn PRE-Nahrung gegeben wird, ist es daher umso wichtiger, über den dritten Kanal der frühkindlichen  Geschmacksprägung positiven Einfluss zu nehmen: die Beikost. Eine abwechslungsreiche und gesunde Beikost von (Beikost-)Beginn an fördert die Geschmacksakzeptanz und prägt den Geschmack ebenso wie das Fruchtwasser und die Milch (siehe das folgende Kapitel).

Wie gut die sensorischen Fähigkeiten zur Geschmackwahrnehmung von ungeborenen Babys und kleinen Säuglingen tatsächlich sind, ist unter Wissenschaftlern noch umstritten. Zwar gibt es einige Tests und Studien mit Zucker- und Salzlösungen, aber bislang wenige gesicherte und vergleichbare Ergebnisse (z.B. aufgrund kleiner Stichproben und unterschiedlicher Verfahren) (vgl. Hörmann-Wallner et al., 2020). Jedoch zeigen Untersuchungen, dass Babys/Kinder Präferenzen für Salz und Zucker übernehmen (vgl. oben). Uneinig sind sich die Forscher dagegen, was die Übernahme einer Präferenz für fettige Kost angeht: Einige sehen keine «Fettpräferenz», auch wenn die Mutter einen hohen Fettkonsum während Schwangerschaft und Stillzeit hat (vgl. z.B. Matters, 2005). Andere Wissenschaftler nehmen einen Einfluss regelmässiger, fettreicher Kost auf die Geschmacksprägung der Kinder an (vgl. z.B. Bayol et al., 2007).

Jeden Mittag Kürbisbrei oder Abwechslung: Wie wichtig ist die Wahl der Beikost?

  • Die Wahl der Beikost im Säuglingsalter prägt den Geschmack und damit die Ernährungsweise der Kinder nachhaltig.
  • Abwechslungsreiche Nahrung ab Beikost-Start fördert die Geschmacksakzeptanz.
  • Babys haben sehr viele Geschmacksknospen, die Stimulierung (durch viele verschiedene Geschmackserfahrungen) benötigen.

Das nächste und letzte Kapitel der frühkindlichen Geschmacksprägung ist die Beikost. Erstmals erfahren Babys hier den direkten Geschmack unterschiedlicher Lebensmittel, was das Spektrum an erfahrenen Geschmäckern erweitert. Ausserdem können Säuglinge nun erstmals unterschiedliche Texturen und Konsistenzen von Lebensmitteln kennenlernen – ebenfalls prägende Erfahrungen, die mit den Geschmackserlebnissen einhergehen (vgl. Fosterek, 2016).

Mit der Art der Beikost, die Eltern ihren Kindern offerieren, prägen sie den Geschmack und beeinflussen die spätere Ernährungsweise ihrer Kinder: Es wurde z.B. nachgewiesen, dass Kinder im Kindergartenalter häufiger Lebensmittel mit zugesetztem Zucker konsumieren, wenn sie als Baby Fertigbrei (mit zugesetzter Süsse) erhalten haben (vgl. Fosterek, 2016). Zudem stellte Fosterek (2016) einen Zusammenhang zwischen Fertig-Beikost und vermindertem Konsum von Früchten und Gemüse im Kindergartenalter fest – signifikant war dieses Ergebnis allerdings nur für Jungen. Sozioökonimische Faktoren wurden in dieser Studie kontrolliert. Dennoch ist es m.E. schwierig, z.B. Effekte des späteren Ernährungsumfelds (Kleinkind- und Kindergartenalter) ganz auszublenden. Und trotzdem ist an den ausgemachten Einflüssen aus dem Beikostalter sicher etwas dran.

In den USA haben Wissenschaftler im Rahmen einer Studie mit 61 Kindern die Prägung durch salzreiche Beikost untersucht – und einen signifikanten Zusammenhang festgestellt. Kinder, die zu Beginn bereits Brot, (zerdrückte) Salzkartoffeln oder andere normal (für Erwachsene) gesalzene Lebensmittel zu sich nahmen, zeigten als Vorschulkinder eine Präferenz für salzige Lebensmittel. Kinder, die in den ersten Beikost-Monaten dagegen salzarme Kost erhielten, wiesen diese Vorliebe nicht auf. (vgl. Stein et al., 2012)

Andrea Maier-Nöth, Professorin an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und Expertin auf dem Gebiet der frühkindlichen Geschmacksprägung, sieht starke Zusammenhänge zwischen der Beikost und dem späteren Essverhalten der Kinder. Sie ist sicher, dass sich die Geschmacksvorlieben von Beginn an positiv beeinflussen lassen. Und geht noch einen Schritt weiter: Probleme wie eine einseitige Ernährung von Kindern oder das Verschmähen von Gemüse könnten hausgemacht sein. Schuld seien zu wenig Reize für die Geschmacksknospen: Denn Babys haben mit etwa 10’000 Geschmacksknospen mehr als doppelt so viele wie der durchschnittliche Erwachsene (ca. 4’000). Diese wollen stimuliert werden – ansonsten verkümmern sie. Der in unseren Kreisen häufig gefütterte, monotone Babybrei bietet dabei wenig Anregung: Die Abwechslung ist gering und die Aromen verschiedener Lebensmittel werden unkenntlich vermengt. Für ein Baby sei es schwierig, zu lernen, wie Rindfleisch oder Brokkoli schmecke, wenn alles durcheinander gemischt sei. Dabei sei es für die Geschmacksprägung so wichtig, viele verschiedene Lebensmittel und damit unterschiedliche Geschmacksvarianten kennenzulernen. (vgl. Albstadt-Sigmaringen, 2020)

Kinder, die schon von Beginn an einen abwechslungsreichen Speiseplan hätten, seien später dagegen eher unkomplizierte Esser. Empfehlungen, tagelang dasselbe Gemüse zu füttern, seien längst überholt, so die Expertin. Den häufig propagierten Schutz vor Allergien biete die eintönige Ernährung ohnehin nicht. Es würden auch keine grösseren Mengen gegessen. Sie ist sicher: „Säuglinge, die eine abwechslungsreiche und vielfältige Beikost erhalten, sind auch im späteren Leben bessere und unkompliziertere Esser. Eltern sollten also auf möglichst viel Abwechslung schon zu Beginn der Beikost achten.“ (vgl. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, 2020)

Mit den Lebensmitteln, die sich für die Beikost-Einführung «eignen» ist es auch so eine Sache: Während bei uns zu Karotten, Kürbis und Pastinaken geraten wird, füttern Eltern in Vietnam gemahlene Garnelen in Brühe, auf Jamaika Pudding aus Früchten, in Indien Dhal, in Thailand Reis mit Früchten und in China Reisgerichte mit Fisch oder Hühnersuppe. Im unweit gelegenen Frankreich ist es Gang und Gebe, dass Eltern ihre Kinder nach der ausschliesslichen Stillzeit direkt am Familientisch mitessen lassen. Babys bekommen dort von Beginn an Artischocke, Fisch, Bohnen und Erbsen.

Sicher ist es sinnvoll, die Beikostphase ganz zu Anfang mit gut bekömmlichen Lebensmitteln zu starten. Die mögliche Auswahl ist dennoch sehr vielfältig und Varianz ist – wie eben beschrieben – von Beginn an sinnvoll. Immer mehr Eltern entscheiden sich auch bei uns zu Baby Led Weaning (BLW), was bedeutet, dass das Baby von Beginn an mitentscheidet, was es bekommt (z.B. vom Familientisch). Das Baby entscheidet gemäss des BLW-Ansatzes zudem, wie viel Milch es neben der Beikost möchte und wann der Zeitpunkt fürs Abstillen gekommen ist. Mit BLW geht auch einher, dass nicht (ausschliesslich) Brei gefüttert wird – natürlich kann die Ernährung aber immer auch breiige Konsistenzen beinhalten.

Ein kleines Resümee…

Immer mehr Menschen leiden weltweit an «ernährungsbedingten» chronischen Krankheiten, wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauferkrankungen. Neben den belastenden Einschränkungen für die Betroffenen, sind chronische Krankheiten auch eine Belastung für die Gesellschaft.

Schuld am Anstieg solcher chronischer Krankheiten ist unsere zunehmend (weltweit gesehen) ungesunde, (zu) fettige und zuckerlastige Ernährung. Häufig wird auf verarbeitete Nahrungsmittel zurückgegriffen, die mit («verstecktem») Fett, Zucker und Salz angereichert sind. Zur Vermeidung bzw. Risikominimierung chronischer Krankheiten kommt es neben abwechslungsreicher Ernährung vor allem auf zwei weitere Pfeiler an: genügend Bewegung und soziale Kontakte.

Mit gesunder und ausgewogener Ernährung lässt sich viel gewinnen – für einen selbst und als «Sprungbrett» für den Nachwuchs während der Schwangerschaft und Stillzeit. Entwickeln Kinder in der ersten Phase (Schwangerschaft, Stillzeit, Beikost) durch das Kennenlernen vielseitiger Geschmäcker eine breite Geschmacksakzeptanz, wird ein wichtiger Grundstein für die Ernährungsentwicklung gelegt. Kinder die von Beginn an eine abwechslungsreiche Kost angeboten bekommen, werden eher zu unkomplizierten Essern. Die positiven Auswirkungen reichen bis ins Erwachsenenalter: Die Erfahrungen aus frühester Kindheit prägen die Ernährungsweise und die Lebensmittelauswahl im ganzen Leben.

Aber natürlich ist es mit dieser ersten Runde nicht getan: Auch die Ernährungsgewohnheiten und -erfahrungen in der Kindheit und Jugend sind selbstverständlich wichtig. Wer Kindern am Familientisch eine breite Palette an (unverarbeiteten) Nahrungsmitteln und Geschmäckern anbietet und selbst mit gutem Beispiel vorangeht, sorgt für eine gute Basis.

Und es ist auch noch nicht alles verloren, wenn ein Kleinkind nicht gerne Gemüse isst. Zwar ist gut, wenn ein Kind vor dem Trotzalter (was mit ca. 18 Monaten beginnen kann) bereits viele verschiedene Geschmäcker kennengelernt und akzeptiert hat. Mit dem Trotzalter kann nämlich eine Phase starten, in der Neues (noch) stärker abgelehnt wird (Babys und Kleinkinder brauchen häufig eine Weile, bis sie Unbekanntes probieren und akzeptieren). Natürlich wird es aber auch immer wieder Zeiten geben, in denen auch bekannte Gemüsesorten o.ä. kategorisch abgelehnt werden. Dann bleibt zu raten: Ruhe zu bewahren (solange das Kind fit ist und sich gut entwickelt), das Essverhalten nicht zu sehr zu thematisieren, für eine entspannte Atmosphäre am Familientisch zu sorgen, mit gutem Beispiel voranzugehen, verschiedene Gemüsesorten immer wieder anzubieten und abzuwarten, bis die Phase vorbei ist.

Auch wenn die Kinder schon älter sind, ist es nicht zu spät, die Ernährungs-Vielfalt zu erhöhen und neue Geschmäcker auf den Tisch zu bringen, um die Geschmacksakzeptanz zu steigern. Die Kinder können sich auch jetzt noch an neue Gemüsesorten o.ä. gewöhnen – die Eltern müssen womöglich einfach mehr Geduld haben und dürfen nicht aufgeben, wenn sie zunächst auf Ablehnung stossen. (vgl. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, 2020)

Wichtig ist auch Folgendes: «Negative Prägungen» entstehen durch einen regelmässigen Überkonsum von z.B. Zucker. Es geht um das Mass: Hin und wieder ein Stück Torte, Süssigkeiten oder Fastfood bei ansonsten ausgewogener Ernährung und einem gesunden Lebensstil ist während der Schwangerschaft und in der Stillzeit genauso in Ordnung wie sonst im Leben auch. Auf Alkohol sollte dagegen lieber verzichtet werden, da dieser aus weiteren Gründen v.a. bei ungeborenen Kindern massive Schäden anrichten kann.

Es gibt auch weitere Faktoren, die auf die Geschmacksbildung einwirken, z.B. die Genetik (wie zu Beginn erwähnt): Zwar sind generell nur ca. 20% der Geschmackbildung genetisch vorbestimmt, doch diese betreffen nicht alle Geschmacksvarianten gleichermassen. Gerade die Akzeptanz bzw. Stärke der Präferenz für süsse und bittere Geschmäcker sind laut Nehring et al. (2015) zu einem höheren Mass genetisch vorbestimmt.

Zum Schluss ein Hinweis: Mein Artikel soll einen Einblick in die frühkindliche Geschmacksprägung geben und Eltern zeigen, wie wichtig die ersten Geschmackserfahrungen sind. Dies ist kein wissenschaftliches, systematisches Review über sämtliche Studien hinweg, mit dem Ziel, den aktuellen Forschungsstand abzubilden. Es gibt zahlreiche weitere Studien zum Thema, die hier nicht miteingeflossen sind. Zudem handelt es sich um ein Gebiet, auf dem aktuell weitergeforscht wird.

Habt ihr Fragen oder Anregungen zum Thema Geschmacksprägung in der frühen Kindheit? Dann nutzt die Kommentarfunktion – ich freue mich über euern Input!

Quellenangaben

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Hochschule Albstadt-Sigmaringen (2020): Interview: „Kinder werden als Gourmets geboren“ (mit Prof. Dr. Andrea Maier-Nöth). Pressemitteilung Lebensmittel, Ernährung, Hygiene Forschung & Transfer Referat für Kommunikation und Marketing, in: https://www.hs-albsig.de/detail/interview-kinder-werden-als-gourmets-geboren?sword_list%5B0%5D=kinder&sword_list%5B1%5D=werden&sword_list%5B2%5D=als&sword_list%5B3%5D=gourmets&sword_list%5B4%5D=geboren&no_cache=1 (Zugriff: Juni 2021).

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